Arbitrage ist das Herzstück jedes Trading-Batteriespeichers: Strom einkaufen, wenn er billig ist – verkaufen, wenn er teuer ist. Das Prinzip ist so alt wie der Handel selbst. Neu ist, dass Batteriespeicher es im Sekundentakt und vollautomatisch am Strommarkt umsetzen können.
Was bedeutet Arbitrage am Strommarkt?
Arbitrage bezeichnet das Ausnutzen von Preisunterschieden für dasselbe Gut. Am Strommarkt entstehen diese Unterschiede jeden Tag ganz natürlich: Mittags drückt die massenhafte Solareinspeisung die Börsenpreise oft gegen null oder sogar ins Negative – wer dann Strom abnimmt, bekommt teilweise Geld dafür. In den Abendstunden, wenn die Sonne weg ist und der Verbrauch steigt, klettern die Preise deutlich nach oben. Die Differenz zwischen diesen Preisen nennt man Spread – und genau dieser Spread ist der Ertrag eines Arbitrage-Speichers.
So läuft ein typischer Arbitrage-Tag ab
Am Vortag werden an der Strombörse EPEX Spot die Preise für den nächsten Tag gehandelt (Day-Ahead-Markt) – seit der Umstellung auf 15-Minuten-Intervalle in 96 einzelnen Preisfenstern. Der Handelsalgorithmus des Speichers plant anhand dieser Preise seinen Fahrplan: laden in den günstigsten Fenstern, einspeisen in den teuersten. Am Tag selbst reagiert er zusätzlich auf kurzfristige Preisbewegungen im Intraday-Markt, wo bis kurz vor Lieferung gehandelt wird. Moderne Speichersysteme schaffen mehrere Ladezyklen pro Tag und können so mehrere Spreads mitnehmen.
Wovon hängen die Erlöse ab?
Preisvolatilität: Je stärker die Börsenpreise schwanken, desto größer die Spreads. Mit jedem Zubau an Wind- und Solarleistung nimmt diese Volatilität zu – die täglichen Preisspreads am deutschen Spotmarkt liegen auf Rekordniveau. Zyklenfähigkeit: Ein Speicher, der mehrere Vollzyklen pro Tag fahren kann, nutzt mehr Preisfenster. Wirkungsgrad: Bei jedem Laden und Entladen geht etwas Energie verloren; je effizienter das System, desto mehr vom Spread bleibt übrig. Vermarktungsqualität: Der Handelsalgorithmus entscheidet, welche Fenster genutzt werden – und ob der Speicher zusätzlich an anderen Märkten wie der Regelenergie teilnimmt, wenn dort gerade mehr zu verdienen ist.
Warum Arbitrage dem Stromnetz hilft
Arbitrage klingt nach reinem Geldverdienen – tatsächlich ist sie ein Stabilitätsanker für das Netz. Denn niedrige Preise signalisieren Stromüberschuss, hohe Preise Knappheit. Ein Speicher, der nach Preisen fährt, nimmt also automatisch überschüssigen Solarstrom auf, der sonst abgeregelt würde, und gibt ihn ab, wenn er wirklich gebraucht wird. Markterlös und Netzdienlichkeit sind hier zwei Seiten derselben Medaille.
Wie Sie ohne eigenes Investment profitieren
Für den Arbitrage-Handel braucht es keinen Kraftwerkspark – nur einen geeigneten Netzanschluss. Die STW Group errichtet und betreibt Trading-Batteriespeicher auf eigene Kosten an Gewerbestandorten mit vorhandener Trafostation. Flächeneigentümer stellen lediglich die Fläche (ca. zwei Pkw-Stellplätze) und erhalten dafür 750 € pro Speicher und Jahr. Hier prüfen wir Ihren Standort kostenlos.

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